
Ihr Partner für deutsch-brasilianische Beziehungen
Berlin – Santa Catarina – São Paulo
Das Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum Brasilien – Deutschland e.V. (WWZ – BD) engagiert sich seit 20 Jahren für die Förderung der bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern - insbesondere in Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung, in der Berufsausbildung sowie im Umweltschutz mit einem nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Markeintritts-Chancen für den deutschen Mittelstand.
in allen wichtigen Fragen der bilateralen Beziehungen, beim Eintritt in den deutschen/brasilianischen Markt und bei der Repräsentanz von Firmen in Brasilien bzw. Deutschland.
zu Wirtschaft und Politik, potenziellen Kunden, Industrieverbänden, Regulierungsbehörden sowie Universitäten.
im Bereich erneuerbare Energien, Wissenschaft und Kultur sowie Sport.
Workshops und Delegationsreisen.
Rechtsberatung und Finanzierungen.
Welche Vorteile Sie als Mitglied des WWZ - BD erwarten können ...
"Sprechen Sie mit uns über Ihre Ziele, Chancen und Wünsche! Unverbindliches Kennenlernen - Gespräch vereinbaren, gern auch telefonisch oder per Videokonferenz!"
Unter Leitung von Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey weilt eine Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation der deutschen Hauptstadt in dieser Woche in Brasilien. Besuchsstationen sind Rio de Janeiro und São Paulo. Ziel der Reise ist es laut Senatsverwaltung, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Berlin und Brasilien auszubauen, neue Marktchancen für Berliner Unternehmen zu erschließen und die Internationalisierung Berlins voranzutreiben. Brasilien sei als größte Volkswirtschaft Lateinamerikas für Berlin von strategischer Bedeutung.
Brasilien zähle mit rund 213 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern zu den wichtigsten Wachstumsmärkten weltweit. Das Land gewinne für Berlin zunehmend an Bedeutung, „insbesondere in Bereichen wie Digitalisierung, GreenTech, DeepTech, AI, FinTech, HealthTech und Kreativwirtschaft“. „Unsere Delegationsreise soll weitere Türen öffnen: für neue Märkte, neue Kooperationen und mehr internationale Sichtbarkeit des Innovationsstandorts Berlin“, so Giffey.
Die Delegation besteht aus 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Innovationsförderung. Darunter ist auch das Berliner Technologie- und Produktionsunternehmen FOC - fibre optical components GmbH, das durch seinen Verantwortlichen für internationales Marketing, Hans-Dieter Beuthan, vertreten wird. Die FOC GmbH ist Mitglied im Wirtschafts- und WissenschaftsZentrums Brasilien-Deutschland (WWZ-BD). Organisiert wird die einwöchige Reise durch die IHK Berlin sowie die Deutsch-Brasilianische Industrie- und Handelskammer AHK.
Die Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage in Hannover und die parallel veranstaltete Hannover Messe mit Partnerland Brasilien waren in mehrfacher Hinsicht Schauplätze bemerkenswerter Premieren. Zum einen wurden beide Veranstaltungen von Brasiliens Staatspräsident Luis Inácio Lula da Silva und Bundeskanzler Friedrich Merz eröffnet. Das garantierte nicht nur hochkarätige Wirtschafts- und Politikdelegationen von beiden Seiten, sondern auch internationale Medienaufmerksamkeit. Darüber hinaus war die brasilianische Präsenz auf der Hannover Messe noch nie so groß wie in diesem Jahr. Südamerikas größtes Land präsentierte sich unter dem Motto „The Industry of Today“ als führende Industrienation mit Fokus auf Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Energiewende und grüne Technologien.
Auch für das Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum Brasilien-Deutschland (WWZ-BD) waren die Tage von Hannover ganz besondere. Vertreter des WWZ-BD nahmen zum einen – wie schon seit mehr als 20 Jahren – an den wichtigsten Gremiensitzungen der Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage teil. Zum anderen, das ist eine absolute Premiere, war der Verein zum ersten Mal mit einem eigenen Messestand auf der größten Industriemesse der Welt präsent. Für einen nicht staatlich geförderten Verein eine echte Herausforderung.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Stand des WWZ-BD au der Hannover Messe 2026 - Foto: IHK/Drachevsky
Wir haben es gemeinsam gestemmt, sowohl an der Sitzung der Deutsch-Brasilianischen Initiative für Agribusiness und Innovation, die in Berlin tagte, als auch an den bilateralen Wirtschaftstagen in Hannover und der Hannover Messe teilzunehmen. Bei diesen Veranstaltungen wurde das WWZ-BD – in unterschiedlichen Besetzungen – von den Vizepräsidenten Hans-Dieter Beuthan und Milton Quadros, den Vorstandsmitgliedern Christian Kutza und Wolfgang Wagner sowie den WWZ-Mitgliedern Sylk Schneider und Uwe Hoffmann vertreten.
Kein Zufall war auch unsere Platzierung auf dem großen Messegelände. Wir waren Aussteller auf dem Gemeinschaftsstand des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, mit dem wir seit vielen Jahren durch verschiedene Projekte eng verbunden sind. An diesem Stand konnten wir zahlreiche Interessenten begrüßen, Unternehmer aus Brasilien und Deutschland, Repräsentanten von IHKs und AHKs sowie Politiker aus mehreren deutschen Bundesländern und aus Brasilien.
Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch der Ministerpräsidentin des Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, an unserem Stand. WWZ-Vizepräsident Hans-Dieter Beuthan erinnerte an die Reise der damaligen Präsidentin des Bundesrates 2024 nach Brasilien, an der auch das WWZ-BD teilgenommen hatte. Er informierte die Ministerpräsidentin über neue Projekte des Vereins, darunter über die Kooperation mit dem Landkreis Vorpommern Greifswald und brasilianischen Partnern auf den Gebieten Gastronomie und Pflegedienstleistungen.
Starkes WWZ-Team in Hannover: Hans-Dieter Beuthan, Milton Quadros, Wolfgang Wagner, Sylk Schneider und Christian Kutza (v.r.n.l.) - Foto: IHK/Drachevsky
Unterm Strich können wir bilanzieren: Für das WWZ-BD waren die Tage in Hannover und Berlin ein voller Erfolg. Mit der Teilnahme an der Hannover Messe haben wir viele neue Kontakte gewonnen und neue Zielgruppen erreicht. Dafür ein großes Dankeschön an alle Beteiligten!
Doch ein bekannter Spruch der Messeleute lautet: „Nach der Messe ist vor der Messe.“ Deshalb heißt es jetzt, vereinbarte Projekte umzusetzen und neue Herausforderungen gemeinsam anzugehen.
Ab dem 19. April steht die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover ganz im Zeichen Brasiliens. An diesem Tag starten nicht nur die 42. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage, sondern auch die Hannover Messe 2026 mit dem Partnerland Brasilien. Zur Eröffnung werden Brasiliens Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva und Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz sowie hochrangige Delegationen aus beiden Ländern erwartet. Im Verlaufe der Messetage finden auch die Deutsch-Brasilianischen Regierungskonsultationen statt.
Wie schon seit mehr als 20 Jahren nimmt das Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum Brasilien-Deutschland (WWZ-BD) an dem bedeutenden bilateralen Wirtschaftstreffen teil. Das WWZ-BD hat dabei ein Mandat der Gemischten Kommission für wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder und vertritt dort insbesondere die Interessen des deutschen Mittelstandes. An der Sitzung der Deutsch-Brasilianischen Initiative für Agribusiness und Innovation, die in diesem Jahr am 17. April in Berlin stattfindet, nehmen ebenfalls mehrere WWZ-Vertreter teil. Das Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum gehört zu den Gründungsmitgliedern dieses wichtigen Gremiums.
„In diesem Jahr sind wir auf der weltgrößten Industriemesse zum ersten Mal mit einem eigenen Stand vertreten“, informiert Hans-Dieter Beuthan, Geschäftsführender Vizepräsident des WWZ-BD. „Dort präsentieren wir während der Messetage unsere 25-jährige Expertise in den deutsch-brasilianischen Beziehungen. WWZ-Mitgliedsfirmen stellen ihr Leistungssprekturm vor, zum Beispiel auf dem Gebiet der Glasfasertechnologie.“ Interessenten aus Brasilien und Deutschland finden den WWZ-Stand in Halle 26 am Gemeinschaftstand des Landes Mecklenburg-Vorpommern (B69). Mit Mecklenburg-Vorpommern und seinen Unternehmern verbindet das WWZ-BD eine langjährige Partnerschaft.
An den Veranstaltungen in Hannover und Berlin nehmen für das WWZ-BD die WWZ-Vizepräsidenten Hans-Dieter Beuthan und Milton Quadros sowie die Vorstandsmitglieder Christian Kutza, CEO der FOC – fibre optical components GmbH, und Wolfgang Wagner teil.
Mehr zu den Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen unter: Deutsch-Brasilianische Wirtschaftstage
Mehr zur Hannover Messe: HANNOVER MESSE
Im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina finden kleine und mittelständische Firmen günstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen vor. Dies gelte auch für den Markteintritt deutscher Unternehmen, betonte Paulo Bornhausen, Landesminister für Auswärtige Angelegenheiten und strategische Projekte, am 4. Dezember 2025 bei einem Treffen mit einer Delegation des WWZ-BD in Florianópolis. Dabei würde Santa Catarina nicht nur mit „harten“ ökonomischen Kennziffern punkten, sondern auch mit „weichen“ Faktoren wie den deutschen Sprachkenntnissen eines Teils seiner Bevölkerung. Bornhausen äußerte sich hoffnungsvoll, dass die Unterzeichnung des Mercosur-Abkommens deutliche Erleichterungen für die Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland und den anderen Ländern der Europäischen Union bewirkt. Santa Catarina habe hier auf Landesebene schon einiges umgesetzt, was im nationalen Rahmen noch geregelt werden müsse.
Treffen mit Santa Catarinas Außenminister Paulo Bornhausen (2. v. l.) in Florianópolis
Hans-Dieter Beuthan, Geschäftsführender Vizepräsident des Wirtschafts- und WissenschaftsZentrums Brasilien-Deutschland (WWZ-BD), verwies auf die langjährigen und traditionellen Verbindungen mit Santa Catarina und berichtete über das Engagement des Vereins zur Förderung der bilateralen Beziehungen in Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunalpolitik und Kultur. Ein Beispiel dafür sei die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landkreis Vorpommern Greifswald und der Stadt Blumenau in Santa Catarina, die mit Unterstützung des WWZ-BD realisiert wird. WWZ-Vorstandsmitglied Christian Kutza, CEO des Berliner Technologieunternehmens FOC – fibre optical components GmbH, informierte über innovative Lösungen der Firma für das Monitoring von Glasfasersystemen und kritischer Infrastruktur. Dafür gebe es auch in Brasilien Bedarf, was unter anderem zur Eröffnung eines FOC-Büros in São Paulo geführt habe.
Die deutschen Teilnehmer des Treffens verwiesen auf die im April 2026 stattfindende Hannover Messe, bei der Brasilien Partnerland ist. Parallel dazu würden sich mehrere Hundert Unternehmer beider Länder zu den 42. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen treffen. Damit ergebe sich auch Santa Catarina eine hervorragende Plattform, um sich als attraktiver Investitionsstandort zu präsentieren.
An dem Treffen nahmen von brasilianischer Seite außer Minister Bornhausen Vizeminister Emerson Pereira und Caroline Canale von InvestSC teil. Seitens des WWZ-BD war neben Hans-Dieter Beuthan und Christian Kutza der Leiter der Berliner WWZ-Geschäftsstelle Wolfgang Wagner vertreten.
Hans-Prayon, deutsch-brasilianischer Unternehmer, Honorarkonsul a.D. und Ehrenmitglied des Wirtschafts- und WissenschaftsZentrums Brasilien-Deutschland (WWZ-BD) ist am 29. März 2026 im Alter von 93 Jahren in Blumenau (Santa Catarina) verstorben. Als Urenkel des Gründers der Textilfirma Companhia Hering steht Prayon in einer Tradition herausragender Persönlichkeiten, die sich als Brückenbauer zwischen Brasilien und Deutschland verdient gemacht haben.
Foto: privat
Mit dem Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum Brasilien-Deutschland (WWZ-BD) war Hans Prayon seit der Vereinsgründung im Jahre 2000 eng verbunden. Hans-Dieter Beuthan, Geschäftsführender Vizepräsident des WWZ-BD: „In Hans Prayon hatten die Beziehungen zwischen Brasilien und Deutschland einen ihrer profiliertesten und engagiertesten Fürsprecher – einen wahrhaften Brückenbauer. Bis ins hohe Alter hat er sich für die Weiterentwicklung dieser Beziehungen eingesetzt – sowohl auf wirtschaftlichem als auch kulturellem Gebiet. Bei jeder vom WWZ-BD organisierten Delegationsreise, bei jedem Projekt konnten wir uns auf seinen Rat und seine Unterstützung bauen. Mich persönlich verbinden rund 40 Jahre Bekanntschaft mit Hans Prayon. Am Anfang war es eine professionelle Zusammenarbeit zwischen dem Honorarkonsul der BRD und dem Konsul der DDR, die auf gegenseitigem Respekt und Wertschätzung basierte. Doch schon bald wurde eine enge Freundschaft daraus. Dafür bin ich sehr dankbar.“
Hans Prayon und Hans-Dieter Beuthan 2016 beim Jubiläum 100 Jahre AHK São Paulo / Foto: AHK
Eine Freundschaft über Jahrzehnte / Foto: privat
Am 31. Juli 1932 in Blumenau geboren, ging Hans Prayon als junger Mann nach Deutschland und studierte an der TU Aachen Ingenieurwissenschaften. Nach Brasilien zurückgekehrt, übernahm er in der Companhia Hering, die inzwischen zu den größten Bekleidungsherstellern Lateinamerikas gehörte, verschiedene operative Leitungsfunktionen. Über 40 Jahre trug er zum Erfolg dieses Unternehmens bei, zum Schluss als Aufsichtsratsvorsitzender, Berater des Vorstands und Vorsitzender des Familienrates. Darüber hinaus war er jahrelang Präsident des Verbandes der Spinnereien und Webereien der Region (heute Sintex) und von 1997 bis 2001 Präsident des Unternehmerverbandes von Blumenau (ACIB). Verdienste erwarb er sich auch bei der Gründung des Centro Eletrônico da Indústria Têxtil (Cetil), mit dem die Einführung der modernen Informationstechnologie in der Textilindustrie vorangetrieben wurde.
Neben seinen umfangreichen beruflichen Verpflichtungen engagierte sich Hans Prayon stets auch in zahlreichen Ehrenämtern. So wirkte er 31 Jahre lang als deutscher Honorarkonsul in Blumenau und leistete einen entscheidenden Beitrag für den Ausbau der Beziehungen zwischen beiden Ländern. Als Aufsichtsratsvorsitzender des zweitgrößten Krankenhauses von Blumenau setzte er sich für die umfassende Modernisierung dieser sozialen Einrichtung ein. Darüber hinaus lagen ihm Erhaltung und Pflege der kulturellen Traditionen der deutschen Einwanderer besonders am Herzen. Dafür wirkte er unter anderem als Präsident des Kulturvereins „25 de Julho“ sowie als Gründer und erster Präsident des Instituto Histórico de Blumenau.
Ehrung für Stadtgründer Dr. Hermann Blumenau zum 200. Geburtstag im Jahr 2019 / Foto: Prefeitura Blumenau
Nachdem er mit 75 Jahren seine Aufgaben als Honorarkonsul an einen Nachfolger übergeben hatte, startete er eine neue Phase seines „Unruhestandes“. Voller Elan setzte er sich für Umweltprojekte in seinem Bundesstaat Santa Catarina ein. Die Errichtung einer Biogas-Pilotanlage im nahe Blumenau gelegenen Ort Pomerode ist ein Beispiel dafür. Hier wurde deutsche Technologie auf die tropischen Bedingungen vor Ort angepasst. Für seinen außerordentlichen Einsatz zum Wohle der bilateralen Beziehungen wurde Hans Prayon unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt und im Jahre 2007 als „Deutsch-Brasilianische Persönlichkeit des Jahres“ ausgezeichnet.
Die Delegation des WWZ-BD gratuliert zur Auszeichnung als "Deutsch-Brasilianische Persönlichkeit" im Jahr 2007 / Foto: WWZ-BD
Das Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum Brasilien-Deutschland wird Hans Prayon stets ein ehrendes Andenken bewahren.
Vor welchen Herausforderungen stehen die Bürgermeister in brasilianischen Großstädten wie Florianópolis und Blumenau? Welches sind die wichtigsten kommunalen Themen in einer Kleinstadt wie Pomerode? Womit kann Beitrag das Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum Brasilien-Deutschland (WWZ-BD) mit seiner Expertise, können seine Mitglieds- und Partnerunternehmen zur Bewältigung dieser Herausforderungen beitragen? Darum ging es im November und Dezember 2025 bei den Treffen einer WWZ-Delegation mit den Oberbürgermeistern von Santa Catarinas Hauptstadt Florianópolis (550.000 Einwohner) und Blumenau, mit rund 400.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Bundesstaats, sowie der 35.000 Einwohner zählenden Kleinstadt Pomerode.
Treffen in Florianópolis mit Oberbürgermeister Topázio Neto (MItte)
Florianópolis ist nach den Worten von Oberbürgermeister Topázio Neto ein dynamisch wachsender Wirtschaftsstandort mit Schwerpunkt auf dem Dienstleistungssektor. Die Stadt und ihre Umgebung sind ein Magnet für Touristen aus Brasilien, dessen Nachbarländern sowie der ganzen Welt. Florianópolis zählt in Brasilien zu den Großstädten mit der höchsten Lebensqualität und der geringsten Kriminalitätsrate. Neben der Verbesserung der innerstädtischen Verkehrssituation beschäftigen den Oberbürgermeister vor allem Themen wie die Müllverarbeitung und -entsorgung sowie die Verbesserung der Betreuung pflegebedürftiger Einwohner der Stadt. Hier würde man gern auf die Erfahrungen des WWZ-BD und seiner Partner zurückgreifen. Ein weiteres Thema des Gesprächs war der Schutz der kritischen Infrastruktur in der Kommune, wozu der geschäftsführende Vizepräsident des WWZ-BD, Hans-Dieter Beuthan, über das weltweit einzigartige Know-how eines Berliner Mitgliedsunternehmens des WWZ-BD berichtete.
Die WWZ-Delegation zu Besuch bei Oberbürgermeister Egídio Ferrari (2.v.l.) und Sylvio Zimmermann, Stadtdezernent für Kultur und internationale Beziehungen (2.v.r.)
Im Gespräch mit Blumenaus Oberbürgermeister Egídio Ferrari informierte WWZ-Vizepräsident Beuthan über die kürzlich geschlossene Kooperationsvereinbarung zwischen der Regionalen Universität Blumenau (FURB) und der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg Erlangen (FAU), die von der Blumenau-Niesel-Stiftung – einem engen Partner des WWZ-BD – unterstützt und begleitet wird. Während des Treffens im Blumenauer Rathaus wurde auch über konkrete Schritte zur Umsetzung eines Partnerschaftsvertrags zwischen der Stadt Blumenau und dem Landkreis Vorpommern Greifswald gesprochen. So ist im Rahmen dieser vom WWZ-BD initiierten Partnerschaft unter anderem die Unterstützung des Deutsch-Unterrichts in Blumenau sowie eine Zusammenarbeit bei der Qualifizierung von Fachkräften in den Bereichen Gastronomie und Pflege vorgesehen.
In Pomerode wurde die WWZ-Delegation von Bürgermeister Rafael Ramthun (4.v.r.) und Kommunalpolitikern begrüßt
In Pomerode hat sich das WWZ-BD in der Vergangenheit unter anderem beim Zustandekommen einer Städtepartnerschaft mit Torgelow in Mecklenburg-Vorpommern engagiert. Wie die Städtepartnerschaften mit Torgelow und Greifswald mit neuem Leben erfüllt werden können, war deshalb eines der Themen mit Pomerodes Bürgermeister Rafael Ramthun und Kommunalpolitkern des Ortes, in dem zahlreiche Nachfahren deutscher Einwanderer wohnen. In Pomerode haben einerseits bedeutende Firmen wie Netzsch und Bosch Rexroth ihren Sitz, zugleich ist die Stadt mit ihren Traditionen ein große Attraktion für Touristen aus dem In- und Ausland. Deshalb steht auch die Tourismusförderung in Pomerode auf der Agenda der Kommunalpolitik. Das WWZ-BD werde sich auch weiterhin für die Erhaltung alter handwerklicher Traditionen in Pomerode einsetzen, versicherte Hans-Dieter Beuthan. So werde das WWZ-BD im Jahr 2026 den Workshop eines Kunsthandwerkers aus dem Erzgebirge in Pomerode unterstützen.
Zur WWZ-Delegation in Brasilien gehörten neben dem geschäftsführenden Vizepräsidenten Hans-Dieter Beuthan auch Vorstandsmitglied Christian Kutza, Geschäftsführer des Berliner Technologieunternehmens FOC – fibre optical components GmbH, und Wolfgang Wagner, Mitglied des Vorstands und Leiter der WWZ-Geschäftsstelle in Berlin.
Konstruktive Messegespräche und ein vielbeachteter Vortrag vor dem Kongresspublikum sorgen für eine positive Bilanz der Teilnahme des Wirtschafts- und WissenschaftsZentrums Brasilien-Deutschland (WWZ-BD) am GREEN RIO SUMMIT 2025 in Rio de Janeiro. Insbesondere der im Rahmen des deutsch-brasilianischen Workshops gehaltene Vortrag von WWZ-Vizepräsident Hans-Dieter Beuthan zum Thema „CO2-neutraler Technologietransfer für kritische Infrastrukturen” stieß beim brasilianischen Publikum auf großes Interesse. In der Messehalle an der Marina da Glória trafen sich Hans-Dieter Beuthan und WWZ-Vorstandsmitglied Christian Kutza, CEO des Technologieunternehmens FOC – fibre optical components GmbH, zwischen dem 27. und 29. Oktober mit zahlreichen brasilianischen Ausstellern und Messebesuchern – darunter von Unternehmen wie Sonda und Telekom. Dabei standen Themen wie das Monitoring von Glasfasernetzwerken und kritischer Infrastruktur und dessen Bedeutung für den brasilianischen Markt im Fokus.
Das WWZ-BD nimmt seit einigen Jahren an dem Messe- und Kongress-Event GREEN RIO teil. Neben Hans-Dieter Beuthan und Christian Kutza gehörte 2025 auch WWZ-Vorstand Wolfgang Wagner zur Delegation in Rio de Janeiro.
Hans-Dieter Beuthan bei seinem Vortrag in Rio de Janeiro
AHK Rio mit neuer Hauptgeschäftsführerin
Während ihres Aufenthaltes in Rio de Janeiro nahm die WWZ-Delegation am 28. Oktober auf Einladung der Deutsch-Brasilianischen Industrie- und Handelskammer (AHK) an einer Benefiz-Gala im Hotel Sheraton teil. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde der scheidende Hauptgeschäftsführer der AHK Rio de Janeiro, Hanno Erwes, für seine langjährigen und großen Verdienste um die deutsch-brasilianischen Wirtschaftsbeziehungen geehrt. Als seine Nachfolgerin und neue Hauptgeschäftsführerin begrüßten die Teilnehmer der Gala Frau Loana von Gavernitz Lima.
Wir sind mit Büros vertreten in Berlin und Santa Catarina