Mit Bürgermeistern im Dialog
WWZ-BD trifft Stadtoberhäupter in Florianópolis, Blumenau und Pomerode
Vor welchen Herausforderungen stehen die Bürgermeister in brasilianischen Großstädten wie Florianópolis und Blumenau? Welches sind die wichtigsten kommunalen Themen in einer Kleinstadt wie Pomerode? Womit kann Beitrag das Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum Brasilien-Deutschland (WWZ-BD) mit seiner Expertise, können seine Mitglieds- und Partnerunternehmen zur Bewältigung dieser Herausforderungen beitragen? Darum ging es im November und Dezember 2025 bei den Treffen einer WWZ-Delegation mit den Oberbürgermeistern von Santa Catarinas Hauptstadt Florianópolis (550.000 Einwohner) und Blumenau, mit rund 400.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Bundesstaats, sowie der 35.000 Einwohner zählenden Kleinstadt Pomerode.
Treffen in Florianópolis mit Oberbürgermeister Topázio Neto (MItte)
Florianópolis ist nach den Worten von Oberbürgermeister Topázio Neto ein dynamisch wachsender Wirtschaftsstandort mit Schwerpunkt auf dem Dienstleistungssektor. Die Stadt und ihre Umgebung sind ein Magnet für Touristen aus Brasilien, dessen Nachbarländern sowie der ganzen Welt. Florianópolis zählt in Brasilien zu den Großstädten mit der höchsten Lebensqualität und der geringsten Kriminalitätsrate. Neben der Verbesserung der innerstädtischen Verkehrssituation beschäftigen den Oberbürgermeister vor allem Themen wie die Müllverarbeitung und -entsorgung sowie die Verbesserung der Betreuung pflegebedürftiger Einwohner der Stadt. Hier würde man gern auf die Erfahrungen des WWZ-BD und seiner Partner zurückgreifen. Ein weiteres Thema des Gesprächs war der Schutz der kritischen Infrastruktur in der Kommune, wozu der geschäftsführende Vizepräsident des WWZ-BD, Hans-Dieter Beuthan, über das weltweit einzigartige Know-how eines Berliner Mitgliedsunternehmens des WWZ-BD berichtete.
Die WWZ-Delegation zu Besuch bei Oberbürgermeister Egídio Ferrari (2.v.l.) und Sylvio Zimmermann, Stadtdezernent für Kultur und internationale Beziehungen (2.v.r.)
Im Gespräch mit Blumenaus Oberbürgermeister Egídio Ferrari informierte WWZ-Vizepräsident Beuthan über die kürzlich geschlossene Kooperationsvereinbarung zwischen der Regionalen Universität Blumenau (FURB) und der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg Erlangen (FAU), die von der Blumenau-Niesel-Stiftung – einem engen Partner des WWZ-BD – unterstützt und begleitet wird. Während des Treffens im Blumenauer Rathaus wurde auch über konkrete Schritte zur Umsetzung eines Partnerschaftsvertrags zwischen der Stadt Blumenau und dem Landkreis Vorpommern Greifswald gesprochen. So ist im Rahmen dieser vom WWZ-BD initiierten Partnerschaft unter anderem die Unterstützung des Deutsch-Unterrichts in Blumenau sowie eine Zusammenarbeit bei der Qualifizierung von Fachkräften in den Bereichen Gastronomie und Pflege vorgesehen.
In Pomerode wurde die WWZ-Delegation von Bürgermeister Rafael Ramthun (4.v.r.) und Kommunalpolitikern begrüßt
In Pomerode hat sich das WWZ-BD in der Vergangenheit unter anderem beim Zustandekommen einer Städtepartnerschaft mit Torgelow in Mecklenburg-Vorpommern engagiert. Wie die Städtepartnerschaften mit Torgelow und Greifswald mit neuem Leben erfüllt werden können, war deshalb eines der Themen mit Pomerodes Bürgermeister Rafael Ramthun und Kommunalpolitkern des Ortes, in dem zahlreiche Nachfahren deutscher Einwanderer wohnen. In Pomerode haben einerseits bedeutende Firmen wie Netzsch und Bosch Rexroth ihren Sitz, zugleich ist die Stadt mit ihren Traditionen ein große Attraktion für Touristen aus dem In- und Ausland. Deshalb steht auch die Tourismusförderung in Pomerode auf der Agenda der Kommunalpolitik. Das WWZ-BD werde sich auch weiterhin für die Erhaltung alter handwerklicher Traditionen in Pomerode einsetzen, versicherte Hans-Dieter Beuthan. So werde das WWZ-BD im Jahr 2026 den Workshop eines Kunsthandwerkers aus dem Erzgebirge in Pomerode unterstützen.
Zur WWZ-Delegation in Brasilien gehörten neben dem geschäftsführenden Vizepräsidenten Hans-Dieter Beuthan auch Vorstandsmitglied Christian Kutza, Geschäftsführer des Berliner Technologieunternehmens FOC – fibre optical components GmbH, und Wolfgang Wagner, Mitglied des Vorstands und Leiter der WWZ-Geschäftsstelle in Berlin.
Wir sind mit Büros vertreten in Berlin und Santa Catarina